POKERNEWS
„CHöLI“ ZU GAST IM HOUSE OF POKER

verfasst am 14. März 2010 von manuel

Beim gestrigen „Saturdays one hundred deepstack“ hatten wir einen besonderen Gast. Marcel „Chöli“ Koller fand eine Woche nach der Qualifikation für den Final Table an der EPT Berlin, den Weg nach Arbon.

Wer gestern ab 18.00 im House of Poker am Tisch 2 des „Saturdays one hundred deepstack“ Platz genommen hatte, traf auf den Sechstplatzierten der EPT Berlin. Unter den 76 Spielern des gestrigen Turniers befand sich nämlich auch Marcel „Chöli“ Koller. Zusammen mit seinen Hold’em Crew Members David „Königlich“ Bustamante und Marco „Graff“ Eisenring reiste er direkt aus Aarau an. An der dortigen SPMT war Königlich zuvor als letzter der Hold’em Crew gescheitert.

Mit Freude konnte man feststellen, dass „Chöli“ absolut auf dem Boden geblieben ist. Der Humor und die Lockerheit sind beim sympathischen Flawiler unverändert. Leider schaffte es Marcel knapp nicht an den Final Table des gestrigen Turniers. Als Zuschauer und Supporter von Claudio Filippin fiel er aber dennoch auf. Zu unserer Freude hatten wir die Möglichkeit ein Interview mit unserem EPT-Helden zu führen:





HOP: Hallo Chöli! Hast du dich gut von Berlin erholt?

Chöli: Ja mittlerweile habe ich mich gut erholt. In Berlin war ich zu sehr wenig Schlaf gekommen. Jede Nacht wurde es weniger. Am Finaltag erwachte ich bereits um 06.30 Morgens. Ich holte mir dann im Starbucks einen Kaffee und einige Gipfeli. Danach habe ich TV geschaut. Schliesslich kamen dann Marco „Ostarr“ Orlandi, Kevin (Bruder von Leon „Don Mürmel“ Burkhard) und Dominic (Bruder von Daniel „razor“ Walter“ in Berlin an. Ich habe mich riesig gefreut, dass die Jungs extra am Sonntagmorgen nach Berlin gejettet sind. Sie haben dann während des Final Tables auch brutal Stimmung gemacht. Dominic brachte sogar noch eine Schweizer Fahne mit.

HOP: Hast du schon so richtig realisiert was du erreicht hast?

Chöli: Irgendwie schon aber eigentlich doch noch nicht so recht. Es war der grösste EPT-Cash, der je von einem Schweizer erreicht wurde. Claudio Rinaldi wurde zwar Fünfter in seinem Turnier, bekam aber weniger. Berlin hatte mehr Spieler.

HOP: Mit was für einer Erwartung bist du ins Turnier gestartet? War ein Cash das Mindestziel oder hast du es auf dich zukommen lassen?

Chöli: Im Herbst spielte ich bereits die „full tilt poker tour spain“ in Barcelona. Für dieses Turnier hatte ich mich Online qualifiziert. Damals wollte ich den zweiten Tag erreichen, was ich auch geschafft habe. Leider schied ich dann mit A/Q gegen K/J aus. Das Ziel an einem grossen, internationalen Turnier den zweiten Tag zu erreichen habe ich also schon erreicht. Daher hatte ich in Berlin gar kein Minimalziel.

HOP: Wie sehr hat es dir geholfen, dass deine Jungs und andere Bekannte mit dir gefiebert haben?

Chöli: Das ist einfach super! Man hat Leute an den Rails, welche supporten, mit denen man in der Pause reden, Hände diskutieren und am Ende des Tages ein Bier trinken kann. Ich denke es erleichtert einem das Turnier sehr, wenn man nicht alleine da ist.

HOP: War dein 8.000 Dollar Online Cash von damals* mittentscheidend für den Beschluss in Berlin das Satellite zur EPT zu spielen?

Chöli: Nein! Dani Walter hatte sich ja letztes Jahr an der SPM 3 EPT Packages erspielt. In Berlin benutzte er sein letztes. Ich wollte einfach mit. Berlin passte mir gut. Satellite spielen, falls es nicht klappt ein paar Side Events und Party machen. Letztendlich habe ich in dieser Woche null,null (Anmerkung der Redaktion: Kultaussage) von der Stadt Berlin gesehen. Nur den Spielbereich, das Hotel und Taxis. Nach dem Tag dann jeweils noch die Spielbank um ein paar Bier zu trinken oder was zu essen.

HOP: Wie wird sich dein Leben durch das enorme Preisgeld verändern?

Chöli: Einen nicht unerheblichen Anteil darf ich meinen Kollegen weitergeben. Ich habe jedem Teammitglied 1% geschenkt. Dann fallen 10% generell swap mit den Fünf Teilnehmern, welche mit mir in Berlin gespielt haben an. Lustig war, dass ich Werner Sutter in Berlin schon direkt ausbezahlt habe. Er spielt diese Woche in Wien und versprach mir 3% seines Totalgewinnes. Gestern erhielt ich eine SMS von ihm. Er teilte mir mit, dass er bereits 50 Franken für mich verdient habe. Zusätzlich wird das Steueramt Flawil auch einen grossen Anteil wollen. Ich schätze gegen 70.000 Franken. Ich finde dafür sollte sicher ein goldener Schlüssel in Flawil drin liegen.

HOP: Wie sehen deine nächsten pokertechnischen Pläne aus?

Chöli: Ich gehe mit „Ostarr“ nach Saalbach an die EPT. Saalbach ist ja auch der Geburtsort unserer Hold’em Crew. Wir hatten da einen Teamevent für Las Vegas gespielt. „Ostarr“ hatte mir noch zusätzlich 2% für Berlin abgekauft. Von seinem Share wird er sich jetzt in Saalbach direkt einkaufen. Das gönne ich mir diesmal auch.

HOP: Wann werden wir dich das nächste Mal im House of Poker sehen?

Chöli: Heute bin ich ja mal da. Mein nächster Fixtermin ist die SPMT (1.4-5.4.2010). Ich habe mich auf Buy-in schon mal etwas umgeschaut. An meinem Tag spielt ein extrem hochklassiges Feld: Ivo Donev, Stefan Huber, Alexandre Andermatt und natürlich unser gesamtes Team. Ich freue mich sehr drauf. In meinen Augen ist House of Poker der schönste Pokerclub, den es in der Schweiz gibt.


*: „Chöli“ trat im House of Poker zum „80s Friday“ an. Er schied als erster aus, spielte ein Online-Turnier, gewann und cashte 8.000 Dollar.


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